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Vor dem 6. Jahrhundert existierte eine hohe Intoleranz gegenüber Juden. Sie wurden verfolgt und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Grund dafür war vor allem die Kirche, die den Juden die ............................................................ gab ("Erbschuld"). Mittel zur Verdrängung der Juden waren z. B. das Konzil von Laodicäa von 341, welches die Verbreitung von jüdischen Bräuchen unter den Christen verhindern sollte. Außerdem wurde 391 das Christentum zur ............................................... erklärt und alle anderen Religionen wurden verboten. Im 6. Jahrhundert kam es zu einer starken Verbesserung der Lage der Juden. Sie machten Kariere als Kaufleute, Gutsbesitzer, Zollbeamte, Ärzte und Münzmeister. Unter Karl dem Grossen durften sie sogar ihre Religion frei ausüben und waren damit genauso geachtet wie Christen. Es kam zu einer Herausbildung von zahlreichen jüdischen Gemeinden. Jetzt durften auch Christen zum Judentum übertreten ohne bestraft zu werden.
Die Kabbala (Überlieferung) ist die Bezeichnung für einen Randbereich des Judentums. Sie entstand im 11. und 12. Jahrhundert in ............................................................... und beschäftigte sich mit ....................................................... Die Grundlage der Kabbala ist der "Sohar" (eine Art "zweiter Tora"). In ihm wird beschrieben, dass Gott die Welt aus den Buchstaben des hebräischen Alphabetes schuf. Außerdem geht man davon aus, dass das Böse kein Gegenspieler Gottes ist, sondern Teil seiner Selbst. Die Verkörperung des Bösen ist Satan, der aus Gottes Hand entspringt und dem Engel Gabriel untergeben ist. Neben der theoretischen Kabbala entwickelte sich auch eine praktische Kabbala, die sich durch Beschwörungen, Zauberformeln und anderen Aberglauben auszeichnete.
Im Mittelalter durften Juden ............................................. oder Mitglied in Zünften und Gilden werden. Deshalb etablierten sich Juden im ......................................... Christen war es verboten Zinsen auf verliehenes Geld zu nehmen, Juden jedoch nicht. Die neue Tätigkeit machte Juden höchst unbeliebt. Auch versuchten sich Juden im Handel mit Trödel und verfallenen Pfändern, der ihnen wiederum den Vorwurf der gemeinsamen Sache mit Dieben und Mördern eintrug.
Nach Meinung der Christen standen die Juden im Pakt mit dem ................................, deshalb glaubte man sie schuldig an der .............................................. 1348/49. Dies führte zu einem grausamen Vorgehen gegen die Juden. Aus anfänglichen Beschimpfungen wurden aggressive und brutale ...................................... Es kam zu Plünderungen und Morden in den jüdischen Vierteln.
Diese Exzesse endeten häufig mit der Vertreibung ganzer jüdischer Gemeinden. Einen Höhepunkt erlebten die Pogrome zur ................................................., deren Ziel die Befreiung der ........................................ von Heiden war.
Im ersten Kreuzzug rief Gottfried von Boullions auf zuerst das Blut Christi im eigenen Land zu rächen. Darauf hin kam es zu Pogromen in Trier, Speyer, Worms, Mainz und Köln. Blinder Hass folgte auch im zweiten Kreuzzug (1146/47).
Das 3. Laterankonzil von 1179 untersagte das Zusammenleben zwischen Christen und Juden. Damit wurden Juden von christlichen Grundlagen des Staates und der Gesellschaft abgesondert. Für Juden existierten zwangsweise zugewiesene Wohnviertel (..................). Diese wurden am Abend verschlossen. Es setzten sich in Deutschland Namen wie "Judengasse" oder "Judenstadt" durch. In diesen Ghettos kam den Rabbinern eine wichtige Rolle zu. Sie übten das Richteramt aus, hatten die Verantwortung für die Hospitale und Herbergen, unterstützten die Armen und repräsentierten die Gemeinde gegenüber den Behörden. Das wichtigste Ghetto in Deutschland war Frankfurt am Main.

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