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Speziell seit 1520 war Luther den Juden gegenüber positiv eingestellt, da er hoffte sie im Zuge der Reformation für .................................................. zu gewinnen.
Deshalb kritisierte er die jüdische Isolation, forderte eine freie Berufswahl der Juden, dass sie in die christliche Gemeinschaft aufgenommen werden und unterließ jegliche antijüdischen Grundtöne in seinen Predigten. Der Höhepunkt dieser Phase war eine Schrift aus dem Jahre 1523, in der er äußerte, dass "Jesus Christus ein geborener Jude sei". Die Juden ließen sich aber nicht bekehren und wegen seiner Verärgerung darüber wurde Luther zum ................................ Er diffamiert die Juden, ruft letztlich direkt zu .................................... auf. Den Juden blieb die Möglichkeit zur .............................., wer dies aber ausschlug, wurde vertrieben. 1543 erreichte Luthers Judenhass seinen Höhepunkt. Er veröffentlichte die Schrift ..........................................................., in der er von der Obrigkeit die Vernichtung aller Synagogen, die Zerstörung aller jüdischen Privathäuser, die Entwendung der liturgischen Bücher und die Zwangsarbeit der männlichen und weiblichen Juden forderte. Luthers Abneigung war immer religiös und nie .................................... begründet. In der Ideologie des Nationalsozialismus wurden fälschlicherweise viele seiner judenfeindlichen Aussagen dazu verwendet die antisemitischen Thesen zu begründen.
Im absolutistischen Zeitalter wurde viel Wert auf eine prunkvolles Hofleben, das Statussymbol dieser Zeit, gelegt. Dafür wurde ein ............................ als Bankier, Finanzberater und Diplomat bald unverzichtbar. Wurde dieser gestürzt, bedeutete das auch meist das Aus der um sie gebildeten jüdischen Gemeinden. Trotz dessen, dass sie in schönen Wohnsitzen lebten und von den Einschränkungen befreit waren, blieben sie "mächtige Sklaven", die ohne den Schutz der Fürsten dem Hass der Stände schonungslos ausgesetzt waren, da sie oft .................................................. des Herrschers durchsetzen mussten. So erging es auch dem berühmtesten Hofjuden .......................... ..................................... Er unterstützte Herzog Karl Alexander den mächtigen Territorialstaat zu regieren und wollte dann den merkantilistischen Zentralstaat schaffen, somit den Grundbesitzern alle Vorrechte nehmen. Nach dem Tod seines Herren war er dem ............................................... ausgesetzt und wurde erhängt.
Im Zuge der Großen Französischen Revolution galten die Schlagwörter ....................... ............................................. Lange dauerte es jedoch, bevor es in Europa den Juden gegenüber erste Zugeständnisse gab. So hatten die jüdischen Einwohner des Habsburgerreiches immer noch keinen Anteil am Staat, waren z.B. durch das Tragen eines gelben Zeichens aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Viele Handelszweige blieben ihnen verwehrt. Erst nachdem Napoleon, der dem Judentum teilweise gut gesinnt war und es andererseits durch Mischehen auflösen wollte, ................ über Preußen siegte, bezogen sich die Schlagworte erstmals auch auf deutsche Juden, denn erst nach dieser Niederlage sah man ein, dass die Modernisierung des Staates nötig war. Um wieder an Macht zu gewinnen, musste man das alte Ständesystem und somit auch die gesonderte Stellung der Juden aufheben.
Moses Mendelssohn setzte sich für die .................................................. ein und war ein Anhänger der Aufklärung, deren humanistisch begründete Hoffnung den Grundpfeiler für die spätere jüdische Generation darstellte. Er wollte die .................................. der Juden aufbrechen und sie in die deutsche Kultur integrieren. Mendelssohn wurde zu einer überragenden Gestalt im Judentum, da er unter anderem für mehr Toleranz sorgte und sich stark für die ...................................... einsetzte. Ein Folge dieser Bemühungen war allerdings eine Spaltung des Judentums in .........................................., die weiter den tradierten Lebensformen verpflichtet blieben, und in ..........................................., die zunehmende Emanzipation auch durch Assimilation erreichen wollten.
1812 verbesserte sich die Lage der preußischen Juden erheblich. Das durch Hardenberg entwickelte ....................................................................... legte z.B. Bürgerrechte und Generalprivilegien für Juden fest. Juden konnten einen neuen frei wählbaren Familiennamen annehmen und die Wehrpflicht wahrnehmen. Ihnen war die Verwaltung von Lehr- und Gemeindeämtern sowie die freie Wahl des Wohnortes und des Gewerbes und der Erwerb von Grundstücken möglich, wobei jedoch die Zulassung zu Staatsämtern vorerst nicht verwirklicht wurde. Sie waren teilweise in die Gemeinschaft integriert und wurden nicht ausgegrenzt. In Preußen herrschte keine Einigkeit über die Emanzipation, die Reformen kamen von oben und wurden nicht von einer politischen Gruppe getragen. Insgesamt verbesserte sich die Lage der Juden in diesem Zeitraum, da ihnen gewisse Rechte (und Pflichten) durch das Gesetz gesichert wurden.

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