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Die Legende der Judith findet sich im Alten Testament in einem gleichnamigen Buch. Sie erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die ihr Volk vor einer Bedrohung rettet.
Judith (hebr. Jüdin) ist eine angesehene, fromme, reiche, schöne und junge Witwe, die in Baitylua (bei Luther: Bethulia) nahe Jerusalems, lebt. Vor nicht all zu langer Zeit ist die jüdische Gemeinde aus dem Exil zurückgekehrt, als ihnen nun eine erneute Entweihung ihres Heiligtums durch die Assyrer droht. Das assyrische Heer unter der Heeresleitung von Holofernes und dem Herrscher Nebukadnezar wollten das Gebiet erobern. Aus diesem Grund ist die jüdische Gemeinde in Angst versetzt. Ihre einzige Hoffnung ist die Hilfe Gottes. Doch selbst die schränken sie selber ein, indem sie sich ein Ultimatum setzen. Sie beschlossen, dass sie kapitulieren werden, wenn Gott nicht innerhalb von 5 Tagen hilft.

Judith - Lucas Cranach d.Ä. (Judith mit dem Haupt des Holofernes), vor 1537 Wien, Kunsthistorisches Museum

Judith aber will selbst aktiv werden und schleicht sich unter Gebeten in das feindliche Lager. Dort stellt sie sich als Verräterin vor und erlangt somit das Vertrauen des Heerleiters, der sehr angetan von ihr ist. Nach dem Gastmahl schlägt sie ihm in der Nacht den Kopf ab. Diesen nimmt sie mit, schleicht sich unbemerkt aus dem Lager und geht in ihre Heimatstadt zurück.

Dort stellt sie den Kopf auf den Tisch, an dem die Männer über den weiteren Verlauf des Krieges durch die Assyrer beraten. Diese sind völlig verblüfft. Judith aber erreicht damit etwas: Die verwirrten Assyrer werden besiegt und flüchten.
Der Bericht der Judith enthält eine Reihe von historischen Unglaublichkeiten, die an der Wahrhaftigkeit des Geschehnisses zweifeln lassen.

verfasst von: Ricarda Blau


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